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WWE 2K16: First Look

Nicht einmal mehr ganz zwei Monate dauert es, bis 2K den neuesten Ableger der WWE-Reihe auf die heimischen Konsolen bringt. Nach dem Current-Gen-Debüt im Vorjahr waren die Fans eher gespalten: Einerseits überzeugte das neue, simulationslastigere Gameplay, andererseits schafften es die Entwickler nicht, alle Modi und Inhalte rechtzeitig auf die aktuelle Konsolengeneration zu portieren. So fehlten existenzielle Match-Arten und die meisten der Creation-Modi. Dieses Jahr könnte aber wieder alles besser werden. Wir blicken auf die Fakten.

Grösser, schöner, besser?

Sieht man sich die ersten Screenshots an, so fällt zunächst keine optische Veränderung zum Vorjahr auf. Vergleicht man aber etwas genauer, wird man feststellen, dass sich vor allem die Modelle der Wrestler und Diven noch mal stark verbessert haben. Egal, ob Dolph Ziggler, WCW-Legende Sting, Natalya Neidhart oder die Videospiel-Debütanten Aiden English und Simon Gotch, die aktuellen NXT-Tag-Team-Champions, sie alle sehen richtig gut aus und überzeugen mit teils prächtigen Einzugs-Outfits und erstaunlichen Details. Und die WWE-Legende schlechthin, der Undertaker, sieht dank runderneuertem Modell und Gesichtsscan nicht mehr wie eine glattpolierte Actionfigur aus, sondern wirklich wie der 50-jährige Deadman, der erst kürzlich Brock Lesnar kontrovers um den Sieg betrog.

Doch das allein macht kein besseres Spiel. Bereits sehr früh stellten die Entwickler über die sozialen Medien klar, dass alle fehlenden Match-Arten des Vorgängers wieder im Spiel sind. Handicap-Matches, Leiter-Matches, sie alle sind wieder zurück und hätten eigentlich nie fehlen dürfen. Auch die Creation-Modi feiern in voller Stärke ihr Comeback. Zum im Gegensatz zum Vorjahr wohl stark überarbeiteten Create-a-Superstar-Modus gesellen sich endlich wieder die Möglichkeiten, Diven zu erstellen, eigene Titelgürtel zu basteln, Arenen zu bauen und sogar die Frisur der erstellten Kämpfer ganz individuell, Strähne für Strähne, einzufärben. Und damit den kreativen Möglichkeiten fast keine Grenzen gesetzt werden, haben die Entwickler die Speicherplätze für selbsterstellte Wrestler kurzerhand von 25 auf 100 vervierfacht. Zusammen mit dem grössten Roster der Reihe, 120 Kämpfern (DLCs nicht mitgezählt), dürfte den Spielern damit nicht so schnell das Kanonenfutter ausgehen.

WWE 2K16 Bild

Nicht mehr schwarz vor Augen

Auch an atmosphärischen Kleinigkeiten in der Präsentation wird gefeilt. So beginnt der Einmarsch der Kämpfer nicht direkt mit den ersten Takten der Musik, vielmehr zeigt das Spiel jetzt zunächst für zwei, drei Sekunden die Halle und die wartenden Fans, ehe die Musik einsetzt. Zwischen den Einzügen, dem Match und den Siegesszenen gibt es fortan, ausser im Story-Modus bei den Zwischensequenzen, keine Ladebildschirme mehr. Stattdessen schwenkt die Kamera kurz ins Publikum oder zeigt die Kommentatoren – erstmals in diesem Jahr ein Trio, nämlich Michael Cole, Jerry Lawler und JBL –, ehe der nächste Einzug beginnt. Das sind Kleinigkeiten, die an Banalität nicht zu übertreffen sind. Aber sie sorgen für eine massive Verbesserung der Spielatmosphäre.

Spielerisch erfindet man das Rad nicht neu. Das neue, etwas langsamere Gameplay des Vorgängers wird übernommen und ergänzt mit einem neuen Pin-System, einem überarbeiteten Chain-Wrestling sowie zahlreichen neuen Moves und Konter-Animationen. Auch das Kontersystem an sich soll überarbeitet werden. Es stehen dem Spieler fortan nur begrenzte Konter zur Verfügung, die sich nach und nach wieder aufladen. Das klingt interessant, es bleibt aber abzuwarten, wie sich diese Konterlimitierung auf das Gameplay auswirken wird. Kleinigkeiten wie die Möglichkeit, beim Cover ins Seil greifen zu können, oder mit dem Ringrichter diskutierende Wrestler nach einem knappen Pin steigern auch hier die Atmosphäre.

Zentrale Spielmodi bleiben in diesem Jahr der 2K-Showcase-Modus, diesmal mit dem Fokus auf die Karriere der WWE-Legende Stone Cold Steve Austin, sowie der Universe-Modus, in dem ihr eure eigene Liga erstellt und spielt. Beide Modi wurden im Detail noch nicht vorgestellt, es dürfte uns aber gewohnt solide Kost erwarten. Der im Vorjahr debütierte, eher durchwachsene MyCareer-Modus soll dieses Jahr deutlich überarbeitet zurückkommen.

Ersteindruck von Tobias Kühnlein

Böse Menschen würden sagen, WWE 2K16 werde das Spiel, das WWE 2K15 hätte werden sollen. Ich bin aber kein böser Mensch, ich bin Fan. Und als Fan freue ich mich auf WWE 2K16 enorm. Die vielen kleinen, feinen Stellschrauben, der nach dem Vorjahr endlich wieder gigantische Umfang, die Creation-Modi, die atmosphärischen Feinheiten in der Präsentation und das gewohnt solide Core-Gameplay zusammen mit dem wohl umfangreichsten Roster der Reihe geben mir das Gefühl, dass da dieses Jahr nicht mehr wirklich viel schiefgehen kann. Und wenn das tatsächlich eintritt und Klein-Tobi sich freut, dann hat mich am Ende auch 2K wieder lieb.

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