Jagged Alliance - Crossfire PC

Jagged Alliance - Crossfire: Preview

Arulco ist vom Wahnsinn befreit, die Despotin Deidranna gestürzt. Doch anstatt uns in eine Hängematte zwischen Palmen fläzen und Cocktails schlürfen zu können, werden wir erneut in die Schlacht gerufen. Nach nur sechs Monaten erhält Jagged Alliance: Back in Action seine erste Erweiterung. Dabei wird Crossfire keinesfalls ein mickriger Zusatzinhalt, sondern ein vollwertiges Add-on mit neuen Waffen, Söldnern, Gegenständen und einer komplett neuen Insellandschaft. Wir haben eine fast fertige Vorschauversion angespielt und fassen noch einmal zusammen, worauf ihr euch freuen könnt. Vorab nur so viel: Es wird kalt!

Die Pflicht ruft

Nichts mit Strandurlaub und Sonnenbad - die Pflicht ruft. Nachdem wir stundenlang gegrübelt, taktiert, geplant und so die Monarchin Deidranna von der Erdoberfläche getilgt haben, bimmelt in Jagged Alliance - Crossfire schon wieder unser Telefon. Diesmal hängt Banham Atigullah an der Strippe, ein reicher Mann, dessen Heimatland von religiösen Jeniten angegriffen wird. Mit unserer Erfahrung scheinen wir genau der Richtige für diesen Auftrag zu sein. Wir sollen die ausländischen Schwert- und Kanonenfuchtler ausmerzen, dem Jenitenführer Jurjen Bolazwen das Handwerk legen und so die friedliche Ruhe in Khanpaa wiederherstellen. Gesagt, getan. Wir nehmen den Job an, checken noch einmal unsere Mails und los geht's.

Jagged Alliance - Crossfire Bild

Auf der Inselkarte verwalten wir wie gehabt unsere Finanzen, ordern Ausrüstung und heuern Söldner an. Mit zehn Neuzugängen wächst die Kämpferriege auf satte 50 Krieger an - eine beachtliche Zahl, die es umso schwieriger für uns macht, die richtigen Leute für den jeweiligen Einsatz zusammenzutrommeln. Frankie "Haywire" Gordon etwa ist ein grobschlächtiger Sturmgewehr-Experte, der aber auch wunderbar mit Messern umgehen kann. Und die intelligente Florence "Flo" Gabriel setzt trotz ihres klugen Köpfchens auf schwere Geschütze und donnert im Kampf mit Schrotflinten. Einen wirklichen Unterschied macht das jedoch nicht. Zwar verfügt jeder Charakter wieder über eine individuelle Persönlichkeit, im Endeffekt bieten die zehn frischen Gesichter aber nichts Neues.

Unsere Vorschauversion beginnt am südwestlichen Zipfel von Khanpaa. Ein Einheimischer war so freundlich, uns mit dem Boot am Hafen abzusetzen. Von nun an müssen wir alle Stützpunkte auf der Karte übernehmen, was sich als überraschend knifflig herausstellt, denn die feindlichen Araber und Asiaten haben sich in ihren Holzhütten verkrochen und bewachen den gesamten Bootssteg. Unser erster Anlauf endet dann auch mit minimaler Kartenkenntnis und maximaler Unachtsamkeit: Ein Feind erspäht uns aus einem Fenster und eröffnet das Feuer; mitten auf dem Präsentierteller sind wir binnen Sekunden nur noch ein toter Fleischberg. Schon in dieser ersten Mission zwingt uns Crossfire, unseren Kopf anzustrengen. Wer sich nicht mehr an alle Kommandos der gewöhnungsbedürftigen Bedienung erinnern kann, darf im Tutorial sein Wissen auffrischen.

Anlauf Nummer 2: Wir versuchen es mit einem Umweg, schleichen südlich an den Hütten vorbei und sprengen ein Loch in einen Schuppen. Dort finden wir einen M79-Granatwerfer, mit dem wir die schwarzhäutigen Besetzer aus der Distanz ausräuchern. Ausserdem finden wir eine kugelsichere Weste, zwei Einhandfeuerwaffen sowie einen Verbandskasten. Derart ausgerüstet sind die spärlich bewachten Knotenpunkte auf der Karte kein Problem - dem nützlichen und enorm spassigen Plan & Go-System sei Dank. Nachdem wir nach einer Stunde auch Jarjen ins Jenseits gepustet und unseren Kontaktmann getroffen haben, steht die Basis. Der Weg zu neuen Missionen, neuen Inselabschnitten steht offen.

Neue Inhalte, alte Spielmechanik

Mittlerweile dürfte es auch dem letzten Schnarchkopf gedämmert haben, dass sich Crossfire haargenau so spielt wie das Hauptspiel Back in Action. Neben einigen neuen Flinten und Ausrüstungsgegenständen, auf die wir allerdings noch keinen Blick werfen konnten, ist das hübsch gestaltete Khanpaa die wohl grösste Neuerung. Wo wir in Arulco vornehmlich durch dichte Dschungelvegetation gestiefelt sind, verschlägt es uns jetzt in lichte Waldhaine, ruinierte Backsteindörfer, dreckige Slums und verschneite Berggipfel. Ganz recht: Zum ersten Mal in Jagged Alliance weht uns Schnee um die Ohren. Das weisse Pulver scheint jedoch keinerlei Auswirkungen auf unsere Fitness zu haben. Dabei wäre es nur konsequent gewesen, wenn sich bei Kälte und Unebenheiten unsere Ausdauerleiste schneller leeren würde. Schade.

Jagged Alliance - Crossfire Bild

Zwar ist Khanpaa rund dreimal kleiner als Deidrannas ehemaliges Machtterritorium, genug zu tun gibt es trotzdem: 18 neue Missionen gilt es abzuhaken, bis Atigullah vollends zufriedengestellt ist. Damit ist Crossfire unterm Strich sogar umfangreicher als Back in Action. Über Langeweile können wir uns also nicht beklagen. Woran es indes immer noch mangelt, sind Komfortfunktionen. Das Add-on basiert auf Version 1.3 des Hauptspiels, inklusive verbesserter Loot-Funktion, pfiffigeren KI-Schergen und weniger Fehlern. Schnelles Speichern sowie schlankere Menüs suchen wir aber gleichfalls vergeblich. Weil sich auch grafisch kaum etwas getan hat, wird Jagged Alliance auch durch Crossfire kein besseres Spiel. Fans bekommen zum Erscheinungstermin am 24. August 2012 mehr vom Alten - und das nach nur sechs Monaten für nicht einmal 15 Euro.

Ersteindruck von Mirco Ruppelt

Zehn neue Söldner und ein paar zusätzliche Bleipusten? Peanuts. Womit Jagged Alliance - Crossfire wirklich punkten kann, ist die komplett neue Landschaft mit abwechslungsreichen Gebieten, genügend Missionen und schicken Schnee-Effekten. Trotzdem beweisen die Entwickler nicht genügend Mut und treten trotz eines umfangreichen Add-ons auf der Stelle. Im Prinzip ist Crossfire das Hauptspiel mit einer anderen Insel, aber derselben Mechanik, mit denselben Vor- und Nachteilen. Ob das reicht, um zu überzeugen, erfahren wir in zwei Wochen, wenn Crossfire voraussichtlich erscheint.

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Jagged Alliance - Crossfire Facts

  • GenreStrategie: Echtzeit-Strategie
  • Release24. August 2012
  • KaufenAmazon
  • EntwicklerCeres Games GmbH
  • PublisherbitComposer Interactive GmbH
  • USKFreigegeben ab 16 Jahren
  • PEGI16+
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