Star Trek - Bridge Crew PC

Star Trek - Bridge Crew: Preview

Ubisoft hat in den interstellaren Weltraum von Star Trek gerufen, und wir sind seinem Ruf gefolgt. Am 11. April hatten wir die Gelegenheit, gemeinsam mit Gamedesigner Mathew Wagner den neuesten VR-Titel für zwei Stunden anzuspielen und herauszufinden, ob sich Star Trek: Bridge Crew direkt zum Erfolg warpt oder doch eher Richtung Katastrophe.

Mehr Energie!

Star Trek: Bridge Crew ist ein VR-Titel für alle drei großen Plattformen. Gemeinsam mit drei BegleiterInnen fliegen wir, wahlweise in der modernen USS Aegis oder in der uns aus der Serie vertrauten USS Enterprise mit originalem (!) Interface von vor 50 Jahren durch das Star-Trek-Universum. Doch damit das gelingt, ist Teamplay gefragt, denn beide Raumschiffe lassen sich nur gemeinsam fliegen. Auf dem Schiff übernimmt jede/r SpielerIn eine von vier Positionen: KapitänIn, PilotIn, IngenieurIn und TaktikerIn.

Zusammen sitzen alle SpielerInnen auf der Brücke, jeder vor seiner eigenen Anlage ohne Einsicht darauf, was der/die andere macht. Von nun an ist Kommunikation das oberste Gebot, denn wenn die Absprachen nicht klappen, wird sich das Schiff kaum vom Fleck bewegen, geschweige denn einen Einsatz durchführen können. Die Aufgabe der Pilotin ist es, das Schiff zu manövrieren und gegebenenfalls auch mit dem Impuls- und dem Warp-Antrieb von Cluster zu Cluster zu springen. Das ist jedoch nur möglich, wenn der Ingenieur die dafür nötige Energie liefert, von der nur eine begrenzte Menge zur Verfügung steht. Dementsprechend ist es seine Hauptaufgabe, die Energie des Schiffs zu verwalten und je nach Situation in den Antrieb, den Schild oder die Waffen zu leiten. Gleichzeitig muss er aber auch das Schiff auf eventuelle Schäden untersuchen und es gegebenenfalls reparieren lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=XEFPjHGb-VY

Der Techniker sitzt an den scharfen Geschützen des Schiffes. Er allein kann die Schilde hochfahren, Waffen abfeuern oder andere Schiffe und Objekte scannen. Insbesondere Letzteres ist notwendig, um beispielsweise die Crew eines gestrandeten Schiffes zu evakuieren. Auch hier gilt: Ohne Energie läuft nichts. Die Kapitänin des Schiffes ist die Einzige, die zumindest einen Teilüberblick auf alle Interfaces hat. Ihre Aufgabe ist es, neue Ziele festzulegen und die anderen Crew-Mitglieder zu koordinieren – was in der Hitze des Gefechts manchmal leichter gesagt ist, als getan.

So fliegen wir also durch den weiten Weltraum, entweder in einer Mission der Story des Spiels oder in der sogenannten "Ongoing Voyage". Hierbei handelt es sich um zufallsgenerierte Missionen. Zu Beginn kann der Schwerpunkt des Abenteuers festgelegt werden, zum Beispiel das Erkunden unbekannter Objekte oder das Kämpfen gegen feindliche Raumschiffe. Doch ab hier, so die Entwickler, könne alles passieren. Da wir lediglich zwei Missionen spielen konnten, können wir dazu leider nicht viel mehr sagen. Fest steht aber, dass beide Einsätze viel Spaß gemacht haben und zum Teil ganz schön hektisch wurden, als wir unter anderem ein Schiff evakuieren mussten, während wir gleichzeitig beschossen wurden.

Der Weltraum in unseren Händen

Gesteuert wird das ganze idealerweise mit den Motion-Controllern. Während des Tests spielten wir mit der Oculus Rift und waren begeistert. Dadurch, dass wir lediglich die Trigger an den Controllern benötigen, fühlt es sich wirklich so an, als würden wir die Tasten drücken und Hebel betätigen. Ebenfalls schön ist, dass wir nicht nur frei schwebende Hände sind, wie in vielen anderen VR-Titeln, sondern ein ganzer Mensch (oder Vulkanier), inklusive Armen und einem Körper, an dem wir herunterschauen können. Das hilft der Immersion ungemein.

Das Interface der USS Aegis ist sehr modern angelegt. Statt blinkender Knöpfe finden wir hier intuitiv bedienbare Touchscreens vor, die uns fast alles verraten, was wir wissen wollen. Wesentlich komplizierter sieht es dafür an der USS Enterprise aus. Hier erwarten uns lauter rot, grün, blau und gelb blinkende Knöpfe ohne Beschriftung oder Symbole. Auch die Bildschirme sind schwerer zu lesen und überall auf der Brücke verteilt, so dass wir uns wirklich umschauen müssen. Zum Glück können wir uns mit einem Tastendruck sämtliche Funktionen der Knöpfe anzeigen lassen, das macht die Steuerung zumindest ein wenig einfacher. Die Intention dahinter ist ganz klar: Die Entwickler wollen den eingefleischten Star-Trek-Fans die Möglichkeit geben, tatsächlich die USS Enterprise zu steuern. Dass das wesentlich schwerer ist, macht es nur umso verlockender und kann somit als Hardcore-Modus betrachtet werden.

https://www.youtube.com/watch?v=6dK9MbSwdNY

Und das ist auch die einzige Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad anzupassen; weitere Optionen, um das Spiel leichter oder schwerer zu machen, gibt es nämlich nicht. Somit ist es bei den "Ongoing Voyages" Glückssache, wie schwer oder leicht eine Mission ist. Die Story hingegen, so versicherte man uns, würde aber mit der Zeit immer schwieriger werden und mehr von uns abverlangen. Pflicht ist die Geschichte jedoch nicht, denn uns stehen von Anfang an sämtliche Inhalte des Spiels zur Verfügung. Somit gibt es keine Upgrades oder ähnliches die während des Spiels freigeschaltet werden könnten – lediglich euer Rang wird mit der Zeit steigen, doch auch das wird sich nicht auf euer Spielerlebnis auswirken und dient eher dazu, euch das Gefühl eines Fortschritts zu vermitteln.

Star Trek: Bridge Crew bietet Crossplay an. Somit seid ihr nicht an eine Konsole gebunden, wenn ihr zusammen mit Freunden spielen wollt. Des Weiteren, so Ubisoft, würde auch das Matchmaking nach Region sortiert, so dass ihr vornehmlich mit gleichsprachigen MitspielerInnen spielt. Eine durchaus sinnvolle Überlegung, basiert das Spiel doch auf Kommunikation, und nicht jede/r ist unbedingt des Englischen mächtig. Wie gut das Ganze funktioniert, können wir euch zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sagen.

Ersteindruck von Jakob Gustavs (Oculus Rift, PC)

Eigentlich kann ich ja Star Trek nicht viel abgewinnen, doch was sich mir hier gemeinsam mit den KollegInnen geboten hat, waren zwei Stunden reinste Spielfreude. Ubisoft hat sich wirklich alle Mühe gegeben, um die Phaser auf Spaß zu stellen. Zwar war der Einstieg etwas knifflig, doch nach einer gewissen Zeit hat man den Dreh raus, und ab dann läuft das Spiel reibungslos. Die Immersion ist sehr gelungen und hat es geschafft, mich zwei Stunden lang komplett einzunehmen und meine Umgebung zu vergessen. Besonderes Highlight für mich ist der Fokus auf das gemeinsame Spielen. Denn neben dem eigentlichen Spiel bleibt auch Zeit, jede Menge Blödsinn zu machen. Die Tatsache, dass ich meinen MitspielerInnen beim "Arbeiten" zugucken und ihnen winken konnte, hat das ganze Erlebnis noch mal eine Ebene tiefer gebracht. Natürlich ist es unmöglich, nach zwei Stunden Spielzeit eine fundierte Einschätzung abzugeben. Doch das, was ich bisher gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen, so dass ich es kaum erwarten kann, am 30. Mai erneut in die Weiten des Weltraums zu reisen.

Und doch bereitet mir Star Trek: Bridge Crew auch etwas Sorge. Denn wie bei allen Kooperativspielen braucht es Freunde, damit es funktioniert. Wer bewegt sich schon in einem Freundeskreis, in dem vier Leute eine VR-Brille besitzen, wenn man nicht gerade Justus Aurelius heißt? Zwar können wir auch mit wildfremden SpielerInnen zusammen spielen, doch erfahrungsgemäß klappt das eher selten gut. Alternativ können wir wohl auch alleine mit der KI spielen, doch meine Vermutung ist, dass das ein sehr einsames Erlebnis wird. Auch die Frage der Langzeitmotivation steht noch offen, denn auf meine Frage nach der Spielzeit bekam ich leider nur ausweichende Antworten. Nichtsdestoweniger bleibt mir zu diesem Zeitpunkt nur zu sagen: 10/10 would shoot with fingerpistols in space again.

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